Neuigkeiten
02.12.2011, 22:00 Uhr
CDU-Freigericht wählte neuen Vorstand
Mitglieder unternahmen selbstkritischen Rückblick auf Kommunalwahl im Frühjahr – Partei und Fraktion blicken nach vorne und wollen verlorenes Vertrauen zurückgewinnen

In einer sehr lebhaften Jahreshauptversammlung der CDU-Freigericht wurde der neue Vorstand sowie die Delegierten für Kreisparteitage gewählt. Der seitherige Vorsitzende Florian Altmann wurde von der Versammlung eindrucksvoll in seinem Amt bestätigt. Nach den Rechenschaftsberichten des Vorstandes und der Fraktion nutzten einige Versammlungs-teilnehmer im Rahmen der Aussprache die Gelegenheit zu einem kritischen Rückblick, wobei insbesondere das desaströse Kommunalwahl-Ergebnis vom Frühjahr dieses Jahres und das Wirken der Fraktion, sowie deren schlechte Außendarstellung im Mittelpunkt der Kritik standen.

Der bisherige und später auch wiedergewählte Vorsitzende der CDU-Freigericht, Florian Altmann,
freute sich eingangs der gut besuchten Versammlung, den Kreisvorsitzenden der CDU-Main-Kinzig, Peter Tauber (MdB) begrüßen zu können und gab ihm sodann auch gleich Gelegenheit, ein Gruß-wort an die Versammlung zu richten. Peter Tauber gab einen kurzen Einblick in die Arbeit des CDU-Kreisverbandes sowie auch seine Tätigkeit im Deutschen Bundestag.

Mit der anschließenden Wahl des Ehrenvorsitzenden der CDU-Freigericht, Hugo Klein (MdL), zum Versammlungsleiter begann der formale Marathon dieser Versammlung, mit den Rechenschafts-berichten und der anschließenden umfangreichen Vorstands- und Delegiertenwahl.
CDU-Chef Florian Altmann war es vorbehalten, nicht nur den Bericht des Parteivorstandes, sondern mit Blick auf die derzeitige Vakanz der Fraktionsführung, als Stellvertreter auch den Bericht der Fraktion zu geben.


CDU-Freigericht befindet sich in einer schwierigen Selbstfindungs-Phase

Nach Aussagen von Florian Altmann sei es wahrlich schwierig, die Situation der CDU-Freigericht, sowohl in der Partei als auch in der nach der Kommunalwahl stark dezimierten Fraktion zu um-schreiben. Es sei schon ärgerlich gewesen, dass die CDU bei der Kommunalwahl so schlecht abgeschnitten habe. So sei die konstruktive Arbeit der Fraktion in den Jahren vor der Kommunalwahl in keiner Weise gewürdigt und honoriert worden und stattdessen von den Auseinandersetzungen um das geplante Golfplatz-Projekt und nicht zuletzt auch durch den „Fukushima-Effekt“ direkt vor der Wahl überlagert gewesen. Die Konsequenz daraus war der Einzug von zwei neuen Fraktionen in die Gemeindevertretung, verbunden mit einem unverhältnismäßig hohen Stimmen- und Mandatsverlust der CDU. Von diesem Schock habe sich die CDU-Freigericht und insbesondere die Fraktion in der Gemeindevertretung bis dato noch nicht erholt.

Nicht genug damit, denn durch innerparteiliche Meinungsverschiedenheiten bei der Suche nach der künftig richtigen Strategie habe es zuletzt auch noch drei Mandatsniederlegungen wichtiger Funktionsträger gegeben, die so leicht nicht zu kompensieren seien.
Resümierend appellierte Altmann an alle Parteifreunde, gedanklich eine Zäsur vorzunehmen, nach vorne zu blicken und vor allem wieder zusammen zu rücken und an einem Strang, auch in eine Richtung zu ziehen.
Den Reigen der Rechenschaftsberichte setzten der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Freigericht, Sebastian Klüh, sowie Monika Ehlert, mit ihrem Kassenbericht fort, bevor auf Antrag der Kassenprüfer dem seitherigen Vorstand durch die Versammlung Entlastung erteilt wurde.


Deutliche Aussprache zu den Rechenschaftsberichten

Die von einigen Versammlungsteilnehmern vorgetragenen Stellungnahmen und Kritikpunkte hatten nahezu einhellig den gleichen Tenor, wonach die Partei und auch die Fraktion es vor der Kommunalwahl versäumt hätten, ihre Politik gegenüber der Öffentlichkeit transparent zu vermitteln.
Die geleistete Arbeit in der Gemeindevertretung habe unter der undifferenzierten Darstellung der CDU-Positionen, beispielsweise zum umstrittenen Golfplatz-Projekt gelitten. So sei es beispielsweise für die CDU auch nicht zuträglich gewesen, dass der öffentliche Eindruck einer zu großen Nähe zum Antragsteller und Golfplatz-Betreiber entstanden sei.


Überhaupt - so resümierten die Diskussionsteilnehmer - sei es der CDU im Berichtszeitraum nicht gelungen, durch offensive Öffentlichkeitsarbeit ihre Positionen zu wichtigen kommunalpolitischen Themen in der Gemeinde deutlich zum Ausdruck zu bringen. Hier sei eine strategische Neuaus-richtung der Außendarstellung der CDU-Position erforderlich.
Auch die eingangs bereits zitierten Mandatsniederlegungen in der letzten Zeit und die Begründung
der Ex-Kollegen hierzu wurden in der Diskussion heftig kritisiert.
Am Ende der Diskussion zeigte sich, dass es zwar notwendig gewesen sei, deutliche Worte zu finden, doch wollen alle künftig mitarbeiten, der CDU wieder zu gewohnter Stärke zu verhelfen.
Dass dies durch die reduzierte Schlagkraft mangels der verlorenen Mandate schwierig werde, sei klar, doch müsse es der Anspruch der CDU-Freigericht sein, verlorengegangenes Vertrauen in der Bevölkerung durch ein geschlossenes Erscheinungsbild wieder zurückzugewinnen.


Neuer Vorstand verspricht konstruktive Mitarbeit

Der anschließend gewählte neue Vorstand verspricht, die guten Vorsätze zu unterstützen und dabei konstruktiv mitzuarbeiten. Florian Altmann, der als einziger Kandidat für den Vorsitz der Partei mit einem großen Vertrauensbeweis in seinem Amt bestätigt wurde, steht für diese guten Vorsätze ebenso, wie die beiden neu gewählten stellvertretenden Vorsitzenden, Jörg Schäfer und Günther Noll. In ihren Ämtern als Schriftführer und Kassiererin wurden Klaus Brönner und Monika Ehlert bestätigt.
Zu Beisitzern im neuen Vorstand wurden Monika Gessing, Holger Franz, Helmut Marten, Norbert Peter, Wigbert Trageser und Carmen Fischer gewählt.

Am Ende des Marathons der satzungsgemäß vorgeschriebenen geheimen Wahlen standen noch
die Wahl der Delegierten für die Kreisparteitage und den Kreisverbandsausschuss auf der Tages-ordnung. Hier wurde dem 41 Personen umfassenden Wahlvorschlag des seitherigen Vorstandes,
mit zwei kleinen Veränderungen, mehrheitlich zugestimmt.

In seinem Schlusswort dankte der wiedergewählte CDU-Vorsitzende Florian Altmann dem Versammlungsleiter Hugo Klein, der gekonnt und souverän diese bewegte Diskussion und die verschiedenen Wahlgänge meisterte. Mit einem nochmaligen Appell an die Versammlungs-teilnehmer, auch als Multiplikatoren der formulierten guten Vorsätze nach außen zu wirken, schloss der Vorsitzende die über drei Stunden dauernde Versammlung.



CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Gemeindeverband Freigericht  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.46 sec. | 7452 Visitors